Lügenbaron Klabauterbach twittert sich um Kopf und Kragen

Lügenbaron Klabauterbach twittert sich um Kopf und Kragen

23.01.2023 – Norbert Häring

23. 01. 2023 | Der Gesundheitsminister warnt in einem Interview vor “unheilbarer Immunschwäche” durch Covid. Dafür selbst von wohlmeinenden Journalistinnen als Panikmacher kritisiert, spricht er einen Tag später von einem “technischen Übetragungsfehler”, der sich wieder einen Tag später zu einem angeblichen menschlichen Fehler seines Pressesprechers wandelt.

Auf Twitter macht sich der Verdacht breit, dass es bei der Ernennung von Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister einen technischen Übertragungsfehler gab.

Am 21. Januar erschien auf RP-Online ein Interview mit Lauterbach mit der Überschrift: “„Mehrere Corona-Infektionen können zu einer unheilbaren Immunschwäche führen“. In einem mittlerweile gelöschten Tweet verbreitete Lauterbach das Interview und zitierte daraus seine Aussage, wonach Studien mittlerweile sehr deutlich zeigten, dass die Menschen mit mehreren Covid-Infektionen es häufig mit einer nicht mehr zu heilenden Immunschwäche zu tun haben.

Am 22. Januar um 13.43 Uhr twitterte Christina Berndt, bisher eine der wichtigsten journalistischen Unterstützerinnen Lauterbachs unter Verweis auf ihren Kommentar in der Süddeutschen:

“Infektionen mit #Corona sollen zu einer “nicht mehr zu heilenden Immunschwäche” führen? Dass @Karl_Lauterbach erneut so dramatisiert, und hier auch noch vorläufige Daten, zeugt von einer schwer zu heilenden Kommunikationsschwäche.”

Wiederum neun Stunden später korrigierte sich Lauterbach auf Twitter mit den Worten:

Es gab einen technischen Übertragungsfehler im BMG. Das Zitat war: „Studien zeigen mittlerweile sehr deutlich, dass die Betroffenen es häufig mit einer Immunschwäche zu tun haben, deren Dauer wir noch nicht kennen.“ Von unheilbarer Immunschwäche kann derzeit noch keine Rede sein.

Am folgenden Morgen des 23. Januar schließlich mutierte der “technische Übertragungsfehler” zu einem angeblichen menschlichen Versagen. Dem Welt-Journalisten Tim Röhn teilte das Ministerium auf Anfrage mit, in Röhns Worten auf Twitter:

“Es sei wie folgt gewesen: Erhalt Interview zur Autorisierung. @Karl_Lauterbach kennzeichnet im Text u.a., „nicht mehr zu heilende Immunschwäche“ müsse raus. Sprecher @hkautz übersieht Änderung und versendet autorisierte Fassung an RP.”

Später am gleichen Morgen verbreitete Lauterbach per Twitter schließlich das “korrigierte” Interview auf RP-Online unter der Überschrift: “„Es ist bedenklich, was wir bei Menschen beobachten, die mehrere Corona-Infektionen gehabt haben“.

Im geänderten Text heißt es nun:

“LAUTERBACH Es ist bedenklich, was wir bei Menschen beobachten, die mehrere Corona-Infektionen gehabt haben. Studien zeigen mittlerweile sehr deutlich, dass die Betroffenen es häufig mit einer Immunschwäche zu tun haben, deren Dauer wir noch nicht kennen. [Anmerkung der Redaktion: Es gab einen Autorisierungsfehler. Die Änderung des Ministers wurde an dieser Stelle vom Bundesgesundheitsministerium nicht übertragen. Der Redaktion liegt der interne Vorgang dazu vor. Hierbei handelt es sich um die korrigierte Fassung des Satzes.]”

Maximal unglaubwürdiges und charakterloses Dementi

Laut Lauterbach und seinem Ministerium ist es also so gewesen:

Karl Lauterbach hat im Interview gesagt, oder RP-Online hat ihm das in den Mund gelegt, dass es viele nicht mehr heilbare Immunschwächekranke unter mehrfach Corona-Infizierten gebe.

Karl Lauterbach hat diese Aussage auf seinem gerichtlich-festgestellt rein privaten, inoffiziellen Twitter-Account wiederholt und verbreitet.

Über einen Tag später, nachdem eine bisher freundlich gesinnte Journalistin ihn in einer der größten deutschen Tageszeitungen dafür scharf kritisiert hat, stellt der Minister auf seinem privaten Twitter-Account klar, dass es sich um einen “technischen Übertragungsfehler” gehandelt habe. Seine Aussage habe ganz anders gelautet.

Den, wie es dann später heißt, menschlichen Fehler, habe der Pressesprecher zu verantworten, der eine Korrektur der Aussage Lauterbachs im Prozess der Interviewautorisierung nicht weitergegeben habe.

Offene Fragen

Es bleiben bei dieser Version sehr viele Fragen offen, die kaum plausibel zu beantworten sind.

  • Warum hat Lauterbach die falsche Aussage im Interview getätigt?
  • Warum hat er sie auf Twitter wiederholt?
  • Warum hat es bis zur “Korrektur” so lange gedauert?
  • Wer soll ihm unter diesen Umständen glauben, dass es sich um einen technischen Übertragungsfehler gehandelt hat?
  • Warum behauptet er das, wenn es sich doch angeblich um menschliches Versagen gehandelt haben soll?
  • Warum kann ein gewohnheitsmäßiger Lügner so lange in Deutschland Minister sein?
  • Warum wirft er seinen Pressesprecher derart offensichtlich vor den Bus, sodass selbst Wohlgesinnte die Augen nicht mehr vor seiner Niederträchtigkeit verschließen können?

Mehr

Karl Lauterbachs Dissertation und sein absehbares Versagen als Gesundheitspolitiker
11. 01. | 9. 01. 2023 | Gesundheitsminister Karl Lauterbach führt den Titel eines Professors. Seine wissenschaftliche Qualifikationsarbeit zur Erlangung des Doktorgrades in Gesundheitspolitik und Gesundheitsmanagement an der Harvard School of Public Health war eine kurze Arbeit über Sozialphilosophie. Kant-Experte Thomas-Michael Seibert hat sie gelesen und zeigt in seinem Gastbeitrag, dass Lauterbachs Fehlleistungen als absehbar waren.

Lauterbach-Ministerium korrigiert nach meinem Bericht „redaktionellen Fehler“ in Corona-Anzeigenkampagne
20. 09. 2022 | Das Gesundheitsministerium hat nach meinem Bericht einen von mindestens drei geboosterten Fakten aus den „Fakten-Boostern“ korrigiert, mit denen sie per Anzeigenkampagne die Bevölkerung verschreckt. Zwei weitere ministeriale Fake-News harren noch der Korrektur.

Lauterbach lässt Kabinettsbeschluss zu Impfstoffvertrag bis 2029 verkünden, den es offenbar noch gar nicht gibt
17. 03. 2022 | In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unter Karl Lauterbach vom 16. März heißt es, das Bundeskabinett habe beschlossen, „Verträge zur Bereitstellung von Corona-Impfstoffen“ bis 2029 im Volumen von knapp 3 Mrd. Euro abzuschließen. Die Mitteilung wurde dann gelöscht und als geänderte gemeinsame Mitteilung von BMG und Wirtschaftsministerium neu veröffentlicht.

Lauterbach ist ein Lügner und die SPD-Fraktion besteht aus Heuchlern
7. 10.2021 | Man kann es kaum weniger deutlich sagen, ohne zu verharmlosen. Am 6. Oktober war bei Maischberger zu sehen, wie Karl Lauterbach eine dreiste Lüge vor Millionenpublikum wiederholte und dabei erwischt wurde, und wie die gesamte Fraktion einer Regierungspartei sich einen feuchten Kehricht um die Regeln schert, die diese Regierung dem ganzen Volk unter Androhung von Strafe aufgezwungen hat.

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23. 08. 2021 | Bei Maischberger fiel Karl Lauterbach kürzlich noch dadurch auf, dass er mit voller Überzeugung das Gegenteil dessen sagte, was er am Vortag mit voller Überzeugung gesagt hatte. Inzwischen widerspricht er sich im Minutentakt. Unzulässige Grundrechtseinschränkungen will er auf dem Umweg über Private durchsetzen.

Zur Erinnerung: Lauterbach, dem Schikane Ungeimpfter nicht weit genug geht, die Staubsaugerbeutel und die UEFA
11. 08. 2021 | SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht der am 11. August beschlossene Ausschluss geringverdienender Ungeimpfter vom öffentlichen Leben nicht weit genug. Alle Ungeimpften sollen von bestimmten Veranstaltungen ausgeschlossen werden. Daher zur Erinnerung, womit er sein seuchenpolitisches Renommee erarbeitet hat.

Und der Vollständigkeit halber noch aus den Kurzmeldungen:

31.12.22 Lügenbaron Lauterbach: Unhinterfragt durfte immer-noch-Gesundheitsminister(!) Karl Lauterbach im ZDF behaupten, dass sich nur noch Menschen anstecken, „die nicht ausreichend geimpft sind oder eine Vorschädigung haben“.

24.11.22 Lügenbaron Lauterbach sagt dem ZDF am 23.11. „Die Impfung schützt nicht mehr vor der Ansteckung“, um das Auslaufen der Einrichtungs-Impfpflicht zu begründen. In seiner steuerfinanzierten Impfwerbekampagne behaupten Fußballer Hitzelsberger, Porno-Uwe und andere, sie schützten durch Impfung „sich und andere“.

10.11.22 Lügenbaron Lauterbach hatte wortreich versichert, bei seiner Impfkampagne würden 84 Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, „keine Schauspieler“, ohne Bezahlung ihr eigenes Schicksal oder ihre Motive berichten. Mindestens einer ist als Schauspieler enttarnt worden.

5.11.22 Landgericht Ellwangen hat geurteilt: Öffentliche Falschbehauptung von Gesundheitsminister Lauterbach, Impfung sei nebenwirkungsfrei, ist vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt und muss nicht zurückgenommen werden.

31.10.22 Nach einen Bericht der Bild hat Gesundheitsminister Lauterbach die millionenteure „Ich schütze mich“-Kampagne ohne Ausschreibung an eine SPD-nahe Werbeagentur vergeben. Die Version des Ministeriums, die Agentur sei als Unterauftragnehmerin der Hauptagentur tätig geworden, wies letztere später zurück.

24.8. Lauterbach behauptet in Bundespressekonferenz, Impfungen begrenzten die Pandemie, weil Geimpfte früher Symptome bekämen und daher zu Hause blieben, während bei Ungeimpften die Symptome erst kämen, wenn die Viruslast schon hoch ist. (Internationale) Reaktionen reichen von Belustigung bis Entsetzen.

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Am 21. Januar erschien auf RP-Online ein Interview mit Lauterbach mit der Überschrift: “„Mehrere Corona-Infektionen können zu einer unheilbaren Immunschwäche führen“. In einem mittlerweile gelöschten Tweet verbreitete Lauterbach das Interview und zitierte daraus seine Aussage, wonach Studien mittlerweile sehr deutlich zeigten, dass die Menschen mit mehreren Covid-Infektionen es häufig mit einer nicht mehr zu heilenden Immunschwäche zu tun haben.

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Im geänderten Text heißt es nun:

“LAUTERBACH Es ist bedenklich, was wir bei Menschen beobachten, die mehrere Corona-Infektionen gehabt haben. Studien zeigen mittlerweile sehr deutlich, dass die Betroffenen es häufig mit einer Immunschwäche zu tun haben, deren Dauer wir noch nicht kennen. [Anmerkung der Redaktion: Es gab einen Autorisierungsfehler. Die Änderung des Ministers wurde an dieser Stelle vom Bundesgesundheitsministerium nicht übertragen. Der Redaktion liegt der interne Vorgang dazu vor. Hierbei handelt es sich um die korrigierte Fassung des Satzes.]”

Maximal unglaubwürdiges und charakterloses Dementi

Laut Lauterbach und seinem Ministerium ist es also so gewesen:

Karl Lauterbach hat im Interview gesagt, oder RP-Online hat ihm das in den Mund gelegt, dass es viele nicht mehr heilbare Immunschwächekranke unter mehrfach Corona-Infizierten gebe.

Karl Lauterbach hat diese Aussage auf seinem gerichtlich-festgestellt rein privaten, inoffiziellen Twitter-Account wiederholt und verbreitet.

Über einen Tag später, nachdem eine bisher freundlich gesinnte Journalistin ihn in einer der größten deutschen Tageszeitungen dafür scharf kritisiert hat, stellt der Minister auf seinem privaten Twitter-Account klar, dass es sich um einen “technischen Übertragungsfehler” gehandelt habe. Seine Aussage habe ganz anders gelautet.

Den, wie es dann später heißt, menschlichen Fehler, habe der Pressesprecher zu verantworten, der eine Korrektur der Aussage Lauterbachs im Prozess der Interviewautorisierung nicht weitergegeben habe.

Offene Fragen

Es bleiben bei dieser Version sehr viele Fragen offen, die kaum plausibel zu beantworten sind.

  • Warum hat Lauterbach die falsche Aussage im Interview getätigt?
  • Warum hat er sie auf Twitter wiederholt?
  • Warum hat es bis zur “Korrektur” so lange gedauert?
  • Wer soll ihm unter diesen Umständen glauben, dass es sich um einen technischen Übertragungsfehler gehandelt hat?
  • Warum behauptet er das, wenn es sich doch angeblich um menschliches Versagen gehandelt haben soll?
  • Warum kann ein gewohnheitsmäßiger Lügner so lange in Deutschland Minister sein?
  • Warum wirft er seinen Pressesprecher derart offensichtlich vor den Bus, sodass selbst Wohlgesinnte die Augen nicht mehr vor seiner Niederträchtigkeit verschließen können?

Mehr

Karl Lauterbachs Dissertation und sein absehbares Versagen als Gesundheitspolitiker
11. 01. | 9. 01. 2023 | Gesundheitsminister Karl Lauterbach führt den Titel eines Professors. Seine wissenschaftliche Qualifikationsarbeit zur Erlangung des Doktorgrades in Gesundheitspolitik und Gesundheitsmanagement an der Harvard School of Public Health war eine kurze Arbeit über Sozialphilosophie. Kant-Experte Thomas-Michael Seibert hat sie gelesen und zeigt in seinem Gastbeitrag, dass Lauterbachs Fehlleistungen als absehbar waren.

Lauterbach-Ministerium korrigiert nach meinem Bericht „redaktionellen Fehler“ in Corona-Anzeigenkampagne
20. 09. 2022 | Das Gesundheitsministerium hat nach meinem Bericht einen von mindestens drei geboosterten Fakten aus den „Fakten-Boostern“ korrigiert, mit denen sie per Anzeigenkampagne die Bevölkerung verschreckt. Zwei weitere ministeriale Fake-News harren noch der Korrektur.

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17. 03. 2022 | In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) unter Karl Lauterbach vom 16. März heißt es, das Bundeskabinett habe beschlossen, „Verträge zur Bereitstellung von Corona-Impfstoffen“ bis 2029 im Volumen von knapp 3 Mrd. Euro abzuschließen. Die Mitteilung wurde dann gelöscht und als geänderte gemeinsame Mitteilung von BMG und Wirtschaftsministerium neu veröffentlicht.

Lauterbach ist ein Lügner und die SPD-Fraktion besteht aus Heuchlern
7. 10.2021 | Man kann es kaum weniger deutlich sagen, ohne zu verharmlosen. Am 6. Oktober war bei Maischberger zu sehen, wie Karl Lauterbach eine dreiste Lüge vor Millionenpublikum wiederholte und dabei erwischt wurde, und wie die gesamte Fraktion einer Regierungspartei sich einen feuchten Kehricht um die Regeln schert, die diese Regierung dem ganzen Volk unter Androhung von Strafe aufgezwungen hat.

Karl Lauterbach widerspricht sich nun schon im Minutentakt (mit Nachtrag zu seiner Hinterhältigkeit und dem perfiden Plan Hamburgs)
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Und der Vollständigkeit halber noch aus den Kurzmeldungen:

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24.8. Lauterbach behauptet in Bundespressekonferenz, Impfungen begrenzten die Pandemie, weil Geimpfte früher Symptome bekämen und daher zu Hause blieben, während bei Ungeimpften die Symptome erst kämen, wenn die Viruslast schon hoch ist. (Internationale) Reaktionen reichen von Belustigung bis Entsetzen.

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