Sharm El-Sheikh: Der Gipfel der Doppelmoral

Sharm El-Sheikh: Der Gipfel der Doppelmoral

23.11.2022 – Reitschuster.de

June,14,,2022,,Brazil.,The,2022,United,Nations,Climate,Change

Von Kai Rebmann

Das Klima wandelt sich, so viel steht fest! Und das schon, seit die Erde begonnen hat, sich zu drehen. Ein weiterer zum Scheitern verurteilter Versuch, diesem eisernen Naturgesetz zu trotzen, wurde dieser Tage bei der UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh unternommen. Die globale Elite der Klima-Apokalyptiker gab sich in dem Badeort am Roten Meer die Klinke in die Hand, um über CO2-Grenzwerte, Emissionssteuern und den Anstieg des Meeresspiegels zu verhandeln. Ganz so, als ob sich das Weltklima bei seinem Drang zum stetigen Wandel davon beeindrucken ließe. Aber halb so wild. Die Erderwärmung oder das Ozonloch waren ohnehin nur auf dem Papier wichtige Themen. In Wirklichkeit ging es beim Gipfel in Ägypten um mehr – um viel mehr. Nicht weniger als die globale Transformation und der Weg dorthin standen bei der als Klimakonferenz getarnten Veranstaltung ganz oben auf der Tagesordnung.

Wie sehr den rund 35.000 Teilnehmern das Klima am Herzen liegt, zeigte schon die Wahl des bevorzugten Verkehrsmittels, um aus aller Herren Länder ans Rote Meer zu gelangen. Nicht wenige der selbsternannten Weltretter schwebten mit dem Privatflugzeug ein, man gönnt sich ja sonst nichts. Nirgendwo auf dem Planeten dürfte die Privatjet-Dichte in der vergangenen Woche auch nur annähernd so hoch gewesen sein wie über Sharm El-Sheikh. In den sozialen Medien ist von bis zu 800 dieser exklusiven Flieger die Rede und selbst die FAZ weiß von einer „Armada an Privatjets“ zu berichten. Noch bevor die Tagung überhaupt richtig losgegangen war, hatten sich die Klimajünger also schon selbst der Doppelmoral überführt.

Der ‚Entschädigungsfonds‘ und was wirklich dahintersteckt

Aus deutscher Sicht gehörten Annalena Baerbock (Grüne) und Luisa Neubauer zu den prominentesten Teilnehmern des Gipfels am Roten Meer. Die Bundesaußenministerin hatte zudem noch ihre Staatssekretärin und Öko-Lobbyistin Jennifer Morgan im Schlepptau. Über die Art der Anreise des Trios ist zwar nichts bekannt, es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Damen mit dem Tretboot nach Ägypten übergesetzt haben. Obwohl die Konferenz am Wochenende extra nochmal in die Verlängerung geschickt worden war, scheinen die Gespräche im Land der Pharaonen nicht ganz nach dem Geschmack der deutschen Delegation verlaufen zu sein. Während Luisa Neubauer etwas von „sich ziehenden Verhandlungen“ twitterte, sprach Annalena Baerbock von einem zumindest „nicht ganz gescheiterten“ Klimagipfel. Dennoch konnte das Duo noch zwei aus ihrer Sicht wichtige Teilerfolge verbuchen.

Bei Neubauer war dies die sogenannte „Senegal-Germany People’s Alliance for Climate Justice“, also so etwas wie eine Allianz für Klimagerechtigkeit für die Menschen im Senegal und in Deutschland. Das hört sich so gut an, da kann doch niemand ernsthaft etwas dagegen haben, oder? Wenn man Luisa Neubauer heißt, in behütetsten Verhältnissen aufgewachsen ist und sich in der Szene einen Namen als „Langstrecken-Luisa“ gemacht hat, dann mit Sicherheit nicht. Anders sieht es dagegen bei Menschen aus, die im Senegal das Licht der Welt erblickt haben und heute noch nicht wissen, wie sie sich und ihre Familie morgen ernähren sollen. Das Ziel der Allianz für Klimagerechtigkeit beschreibt Neubauer so: „Als Zivilgesellschaft aus Deutschland und Senegal werden wir gegen den geplanten Gasdeal der Länder und für Erneuerbare kämpfen.“ Leicht gesagt, wenn man es sich leisten kann. Denn: In anderen Worten ausgedrückt will die wohlstandsverwahrloste Öko-Lobbyistin dem Senegal und seinen Bürgern verbieten, die in ihrem Land reichlich vorhandenen Vorkommen an Erdgas auszuschöpfen und diese nach Europa zu exportieren. Der Schaffung von Wohlstand und Bekämpfung der Fluchtursachen im Zusammenhang mit der illegalen Migration über das Mittelmeer dient das zwar nicht, ganz im Gegenteil, aber darum ging und geht es den Grünen ja ohnehin nicht. Oberstes Ziel ist und bleibt globale Transformation.

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Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: leopictures/Shuttserstock

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Von Kai Rebmann

Das Klima wandelt sich, so viel steht fest! Und das schon, seit die Erde begonnen hat, sich zu drehen. Ein weiterer zum Scheitern verurteilter Versuch, diesem eisernen Naturgesetz zu trotzen, wurde dieser Tage bei der UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh unternommen. Die globale Elite der Klima-Apokalyptiker gab sich in dem Badeort am Roten Meer die Klinke in die Hand, um über CO2-Grenzwerte, Emissionssteuern und den Anstieg des Meeresspiegels zu verhandeln. Ganz so, als ob sich das Weltklima bei seinem Drang zum stetigen Wandel davon beeindrucken ließe. Aber halb so wild. Die Erderwärmung oder das Ozonloch waren ohnehin nur auf dem Papier wichtige Themen. In Wirklichkeit ging es beim Gipfel in Ägypten um mehr – um viel mehr. Nicht weniger als die globale Transformation und der Weg dorthin standen bei der als Klimakonferenz getarnten Veranstaltung ganz oben auf der Tagesordnung.

Wie sehr den rund 35.000 Teilnehmern das Klima am Herzen liegt, zeigte schon die Wahl des bevorzugten Verkehrsmittels, um aus aller Herren Länder ans Rote Meer zu gelangen. Nicht wenige der selbsternannten Weltretter schwebten mit dem Privatflugzeug ein, man gönnt sich ja sonst nichts. Nirgendwo auf dem Planeten dürfte die Privatjet-Dichte in der vergangenen Woche auch nur annähernd so hoch gewesen sein wie über Sharm El-Sheikh. In den sozialen Medien ist von bis zu 800 dieser exklusiven Flieger die Rede und selbst die FAZ weiß von einer „Armada an Privatjets“ zu berichten. Noch bevor die Tagung überhaupt richtig losgegangen war, hatten sich die Klimajünger also schon selbst der Doppelmoral überführt.

Der ‚Entschädigungsfonds‘ und was wirklich dahintersteckt

Aus deutscher Sicht gehörten Annalena Baerbock (Grüne) und Luisa Neubauer zu den prominentesten Teilnehmern des Gipfels am Roten Meer. Die Bundesaußenministerin hatte zudem noch ihre Staatssekretärin und Öko-Lobbyistin Jennifer Morgan im Schlepptau. Über die Art der Anreise des Trios ist zwar nichts bekannt, es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Damen mit dem Tretboot nach Ägypten übergesetzt haben. Obwohl die Konferenz am Wochenende extra nochmal in die Verlängerung geschickt worden war, scheinen die Gespräche im Land der Pharaonen nicht ganz nach dem Geschmack der deutschen Delegation verlaufen zu sein. Während Luisa Neubauer etwas von „sich ziehenden Verhandlungen“ twitterte, sprach Annalena Baerbock von einem zumindest „nicht ganz gescheiterten“ Klimagipfel. Dennoch konnte das Duo noch zwei aus ihrer Sicht wichtige Teilerfolge verbuchen.

Bei Neubauer war dies die sogenannte „Senegal-Germany People’s Alliance for Climate Justice“, also so etwas wie eine Allianz für Klimagerechtigkeit für die Menschen im Senegal und in Deutschland. Das hört sich so gut an, da kann doch niemand ernsthaft etwas dagegen haben, oder? Wenn man Luisa Neubauer heißt, in behütetsten Verhältnissen aufgewachsen ist und sich in der Szene einen Namen als „Langstrecken-Luisa“ gemacht hat, dann mit Sicherheit nicht. Anders sieht es dagegen bei Menschen aus, die im Senegal das Licht der Welt erblickt haben und heute noch nicht wissen, wie sie sich und ihre Familie morgen ernähren sollen. Das Ziel der Allianz für Klimagerechtigkeit beschreibt Neubauer so: „Als Zivilgesellschaft aus Deutschland und Senegal werden wir gegen den geplanten Gasdeal der Länder und für Erneuerbare kämpfen.“ Leicht gesagt, wenn man es sich leisten kann. Denn: In anderen Worten ausgedrückt will die wohlstandsverwahrloste Öko-Lobbyistin dem Senegal und seinen Bürgern verbieten, die in ihrem Land reichlich vorhandenen Vorkommen an Erdgas auszuschöpfen und diese nach Europa zu exportieren. Der Schaffung von Wohlstand und Bekämpfung der Fluchtursachen im Zusammenhang mit der illegalen Migration über das Mittelmeer dient das zwar nicht, ganz im Gegenteil, aber darum ging und geht es den Grünen ja ohnehin nicht. Oberstes Ziel ist und bleibt globale Transformation.

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Bild: leopictures/Shuttserstock

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